Neben der Plastischen Arbeit in verschiedenen Materialien findet eine zeichnerische und malerische Ergänzung statt.
Die Inhalte beziehen sich auf Goethes naturwissenschaftliche Forschungen und auf seine Arbeit an der Farbenlehre, die Rudolf Steiner aufgegriffen und weiter vertieft hat. Die plastische Arbeit geht u.a. auf Wilhelm Reichert zurück, der nach langjähriger Beschäftigung mit der Farbenlehre als Maler, in der pädagogischen Erfahrung mit Schülern diese Erforschung der Formenwelt geleistet hat.
 
In betrachtend beobachtender und bildender tätiger Arbeit werden die einzelnen Gebiete erfaßt. Es wird auch nach den Zusammenhängen der Hell-Dunkel-Gestaltungen, der Welt des Farbigen mit den Verhältnissen des Räumlich-Plastischen bis hin zur Architektur gesucht.

Neben phänomenologischen Betrachtungen zu den Naturreichen werden auch symptomatologische Gesichtspunkte in der Kunstbetrachtung und somit in der Menschheitsentwicklung erfaßt.
 
Die Zeitkünste begleiten die Ausbildung in wechselnden Schwerpunkten, wobei die Eurythmie in längeren Zeiträumen die Ausbildung unterstützen kann.
 
In verschiedenen Stadien erüben die Studentinnen und Studenten auch die bewußte Darstellung ihrer Arbeit durch das Wort. Es werden zuerst interne Darstellugen erübt, die immer öffentlicher, zu kleinen Referaten werden und in einem Vortrag im Zusammenhang mit der Abschlußarbeit münden. Dem Zweck der bewußten Darstellung dient auch die Führung von Studienbüchern.

Zeichnen

Licht und Finsternis in Leichte und Schwere, Verdichtung und Auflösung gestaltet sich zyklisch zu einem lebendigem Ganzen.
 
Beobachtend werden Naturstudien an Pflanzen in verschiedenen Entwicklungsphasen erarbeitet.

Plastik

Aus der doppelt gebogenen Fläche entwickelt sich eine Metamorphosenlehre - in großen Reliefarbeiten.
 
Es werden erste Abgußtechniken erübt.
 
Es werden Möglichkeiten für Bildhauerarbeiten in Stein angeboten, die in Italien bei den Marmorbrüchen in der Nähe von Carrara stattfinden.

Malerei

Erfassen der Farbräume, Ausatmen - Einatmen / Ausdehnen - Zusammenziehen.
 
Der doppelte Farbkreis als Lebendiges im Umraum
 
Farbklänge im Jahreslauf.
 
Vertiefen von Goethes Farbenforschungen im Zusammenhang mit den Hell-Dunkel-Erscheinungen und die Verbindung zu einer Formenlehre.

Begleitend

zum ersten und zweiten Ausbildungsjahr finden statt:
 
Kunstgeschichtliche Betrachtungen
 
Arbeit an der Theosophie Rudolf Steiners
 
Arbeit an den Menschenkundevorträgen
 
Diverse naturwissenschaftliche Epochen
 
Eurythmische Übungen begleiten das Studium
 
Musikalisches wird in einzelnen Epochen erübt
 
Sprachgestaltung in Epochen
 
Es werden sich steigernde Übungsmöglichkeiten geboten, die künstlerische Arbeit auch bewußt über das Wort darzustellen. Dem gleichen Ziel dient auch die eigenständige Erstellung von Studienbüchern.

Eigenständige Arbeit

Es soll eine eigenständige Arbeit entstehen, die öffentlich in einer Ausstellung und in einem Referat dargestellt wird.

Individuelle Epochen

Das Jahr wird durch regelmäßige Treffen und vertiefende Epochen, die sich nach dem Bedarf der Studierenden richten, gegliedert.
 
Die Übungen in Eurythmie, Musik und Sprache werden fortgesetzt.

Praktikum

Während der Studienzeit können nach Bedarf diverse Praktika vermittelt werden. Sie helfen bei einer Entscheidung zu einer vertiefenden fachlichen Weiterbildung z.B. als Lehrer oder Therapeut.

Kunsttherapie

Für die Weiterbildung zum Kunsttherapeuten besteht nach dem 3. Jahr die Möglichkeit in den Malerisch-Therapeutischen Zweig der Kunstakademie zu wechseln.

Kunstpädagogik

Für die weitere Ausbildung zum Kunstpädagogen besteht eine Zusammenarbeit mit dem Seminar für Waldorfpädagogik in Hamburg.

Freie Kunst

Weitere Atelierarbeiten und künstlerisch forschende Tätigkeiten können verabredet werden.